Erreichen eines alters-
gerechten Impfstatus

Seit 1998

Ziel

Erreichen eines altersgerechten Impfstatus bei über 90 % der Bevölkerung

Impfungen gehören zu den wirksamsten und wichtigsten medizinischen Maßnahmen. Sie schützen vor bestimmten Infektionskrankheiten. Bei hohen Impfquoten in der Bevölkerung sind auch die Menschen geschützt, die sich auf Grund ihrer individuellen Disposition nicht impfen lassen können.

Nach Wegfall der Pflichtimpfungen und der Versorgungsstrukturen der DDR ist es zu Beginn der 90er Jahre zu einem deutlichen Rückgang der Impfungen gekommen, mit der Folge, dass Krankheiten wie Masern und Keuchhusten in Sachsen-Anhalt wieder vermehrt auftraten. Dieser Trend konnte gestoppt werden, auch wenn die Impfungen noch nicht immer altersgerecht erfolgen. Seit Beginn der Bearbeitung des Gesundheitszieles im Jahr 1998 wurde eine stetige Zunahme der Impfungen bei einzuschulenden Kindern registriert. Trotzdem gibt es nach wie vor regionale Unterschiede.

Systematische Aussagen zu den Impfquoten anderer Altersgruppen sind nicht möglich, da diese nicht erfasst bzw. zusammenführend dokumentiert werden. Bekannt ist, dass die von der WHO angestrebten Durchimpfungsraten – bei Influenza z. B. in Höhe von 75% – noch nicht erreicht werden, auch wenn Sachsen-Anhalt im Vergleich der Bundesländer mit 55,7 % lt. Epidemiologischem Bulletin 01/2017 am besten abschnitt.

Deshalb wird zur Erreichung des Gesundheitsziels Folgendes angestrebt:

  • Verbesserung von strukturellen Rahmenbedingungen für das Impfen
  • Verbesserung der Datenlage und damit der Aussagefähigkeit zur Impfsituation in Sachsen-Anhalt
  • Verbesserung der Information und Aufklärung zum Impfen
  • Erhöhung der Durchimpfungsraten

Seit Ausrufung des Gesundheitsziels wurden 14 Modellprojekte, die sich ausschließlich oder punktuell mit dem Impfen befassten, in unterschiedlicher Trägerschaft durchgeführt.

Arbeitskreis

Im landesweiten Arbeitskreis tauschen sich Vertreterinnen und Vertreter relevanter Institutionen in Fragen des Infektionsschutzes und des altersgerechten Impfstatus aus, um gemeinsam an den o.g. Zielstellungen zu arbeiten. Der Arbeitskreis wird von Dr. Hanna Oppermann, Landesamt für Verbraucherschutz Sachsen-Anhalt geleitet. Die Co-Moderation der LVG wird von Geschäftsführerin Martina Kolbe und Referentin Sabrina Lippe geleistet.

Aktuelle Maßnahmen der LVG zum Impfen

  • Handlungsempfehlung zum Thema Impfen für Hebammen

AKTUELLE INFOS

11. Juni 2020

Handlungsempfehlung Impfen für Hebammen erschienen

Im Rahmen des Gesundheits-
zieles Impfen erarbeitete die Landesvereinigung ...

Förderer

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