Gesundheitsaudits

Zum Ende des 20. Jahrhunderts hielt die Qualitätsdebatte verstärkt Einzug in das Gesundheits- und Sozialwesen. Dies geschah u. a. im Krankenhausbereich und begleitete den Umbruch der Krankenhauslandschaft. Neben ambulanten Pflegeeinrichtungen und Schulen sind zunehmenden auch Einrichtungen der Jugendhilfe, speziell Kindertagesstätten mit der Qualitätsdiskussion konfrontiert. Vor dem Hintergrund der bildungspolitischen Debatte dominieren in diesem Bereich Verfahren zur Sicherung und Verbesserung der erzieherischen und pädagogischen Qualität.

Der Begriff Audit wird mit Überprüfung und Kontrolle von Arbeit verbunden. In der Wirtschaft sind damit die Sicherung der Qualität der Produkte und Herstellungsverfahren gemeint. In der Weiterentwicklung ist neben der Überprüfung vor allen Dingen die Aufdeckung von Verbesserungspotenzialen mit dem Begriff Qualitätsaudit besetzt. Die Prüfung der Tätigkeiten und deren Ergebnisse in einer Organisation stehen im Mittelpunkt eines Audits.

Das Gesundheitsaudit ist in erster Linie ein Zertifizierungsaudit, d.h. zu einem festgelegten Zeitpunkt wird der erreichte Erfüllungsgrad von vorgegebenen Kriterien ermittelt. Es entspricht aber auch einem Qualitätsaudit, denn mit dem Gesundheitsaudit werden neben der Überprüfung des Entwicklungsstandes auch Ressourcen und Potenziale aufgezeigt, was zur Verbesserung von Abläufen und Strukturen in KiTas und Schulen beitragen kann.

Das Gesundheitsaudit ist ein Verfahren zur unabhängigen Qualitätsbestimmung der Gesundheitsförderlichen Entwicklung einer Bildungsstätte. Vernetzungen mit anderen Qualitätsentwicklungsmaßnahmen oder die Integration in die Bemühungen zur Verbesserung der Qualität der Bildungs- und Erziehungsarbeit sind möglich und angestrebt.

Die Entwicklung und Etablierung der Audits Gesunde KiTa und Gesunde Schule wurde durch Förderung des BKK Bundesverbandes und der BKK Landesverbände Mitte und Nordwest möglich. Inzwischen unterstützen auch andere Institutionen das Verfahren